Schiller-Institut im Sudan
Unvereinbar: IWF und wirtschaftliches Überleben
"Frieden durch Entwicklung im Niltal im Rahmen einer neuen gerechten Weltwirtschaftsordnung" lautete das Thema einer viertägigen Konferenz in der sudanesischen Hauptstadt Khartum, die vom 14. bis 17. Januar 2001 vom Schiller-Institut zusammen mit dem sudanesischen Zentrum für Strategische Studien sowie dem sudanesischen Informations- und Kultusministerium veranstaltet wurde. Die Konferenz bedeutete einen wichtigen Fortschritt, um die regionalen Kräfte zusammenzubringen, die unter den Nationen des Niltals Frieden durch Entwicklung erreichen wollen. Neben Vertretern der Regierung und Akademikern des Sudans waren auch Repräsentanten aus Ägypten -- zwei Professoren der Fakultäten für Wirtschafts- und Politikwissenschaft der Kairoer Universität -- anwesend sowie der stellv. Direktor des Internationalen Instituts für Frieden und Entwicklung aus Äthiopien.
Lyndon LaRouche sprach dort über die Notwendigkeit eines neuen Bretton-Woods-Systems. Anschließend dokumentierten die Wirtschaftsprofessoren Sam Aluko und Ode Ojuwo aus Nigeria sowie Uwe Friesecke aus Deutschland das völlige Scheitern der Globalisierung. Das Beispiel Afrika, insbesondere Nigeria, demonstrierte eindeutig, daß "man nicht mit der IWF-Politik Kompromisse eingehen und gleichzeitig wirtschaftlich überleben kann."
In mehreren Reden wurde die Bedeutung kontinentumspannender Infrastruktur für die Entwicklung Afrikas dargelegt -- von der Eurasischen Landbrücke, die Dr. Gabir Said Awad von der Kairoer Universität behandelte, und der Ausweitung der Landbrücke auf Afrika via Ägypten, über die Prof. Hamdy Abdel Rahman sprach, bis hin zum Eisenbahnprogramm des Sudan, das der Direktor der Sudan Railways Corporation erläuterte. Über die Entwicklung der Wasserinfrastruktur sprach der sudanesische Minister für Bewässerung und Wasserressourcen und ehemalige Landwirtschaftsminister, Abdalla Ahmed Abdalla. Er schilderte eindrucksvoll, wie sich durch eine faire und rationale Nutzung des Nilwassers die landwirtschaftliche Erzeugung für Afrika und sogar für den Weltmarkt enorm ausweiten ließe.
Bei der Abschlußsitzung zum Thema Frieden durch Entwicklung als Grundlage für einen Dialog der Kulturen, bei der Helga Zepp-LaRouche eine Rede hielt, stand der Friedensprozeß im Sudan im Mittelpunkt.
Moskau: Diskussionen über die Konsequenzen aus dem Zusammenbruch des Finanzsystems
Am 6. und 7. März 2001 fand im präsidialen Urlaubsort Bor bei Moskau eine Konferenz zur "Gefahr einer Krise der globalen Leitwährungen" statt. Die von der russischen Stiftung für Bewertungsfragen und dem Institut für Krisenstudien veranstaltete zweitägige Konferenz beschäftigte sich vor allem mit der wirtschaftlichen und finanziellen Lage in den USA und deren Folgen für Rußland und andere Länder. Unter den 200 Teilnehmern waren mehrere russische Abgeordnete, Vertreter des russischen Wirtschaftsministeriums, der Moskauer Regionalregierung und des russischen Bankenverbandes sowie zahlreicher Großbanken, der Industrie, ausländischer Botschaften und der Medien.
Als erster Redner erläuterte Dr. Jonathan Tennenbaum vom Schiller-Institut die Analyse der Finanzkrise und Vorschläge zur Reorganisierung des Weltfinanzsystems. Über Tennenbaums Rede wurde im russischen Wirtschaftsnachrichtendienst RBC und in einem Interview mit Radio Rossija ausführlich berichtet. Andere Redner waren der Wirtschaftsanalyst Michail Chasin (Mitautor des russischen Buchs Der Dollarcrash), Michail Deljagin, Wirtschaftsberater des früheren Ministerpräsidenten Primakow, Alexander Anasimow, Rußlands führender Experte für das chinesische Finanzsystem, zwei Duma-Abgeordnete, ein Vertreter der Deutschen Bundesbank (der über das Potential des Euro sprach), der malaysische Botschafter sowie Finanzberater russischer Banken und Investmentfonds.
Am zweiten Konferenztag wurde in einem kleinen Kreis von Finanzexperten intensiv über LaRouches Vorschläge diskutiert. Tennenbaum warnte dabei die Konferenzteilnehmer davor, nach rein finanztechnischen Auswegen aus der Krise zu suchen, die so nicht funktionieren könnten. Entscheidend für die Überwindung der Krise sei ein radikales Umdenken. An die Stelle der Ideologie von "Globalisierung", "Deregulierung" und "Privatisierung" müßten die Konzepte aus der Ära Roosevelt zur Überwindung der "Großen Depression" und des Wiederaufbaus nach dem Krieg in Westeuropa und Japan treten. Im Vordergrund müsse der Wiederaufbau der Realwirtschaft stehen, einschließlich staatlich finanzierter Verkehrs-, Energie-, Wasser- und anderer Infrastrukturgroßprojekte.
Die abschließende Rede der Konferenz hielt der malaysische Botschafter Datuk Yahya Baba, der die Maßnahmen seines Landes zum Schutz vor der Finanzkrise und die Motive des malaysischen Präsidenten Mahathir hinter dessen Kampf gegen die Globalisierung beschrieb. Dabei hätten auch die jüngsten Gespräche Mahathirs mit Putin eine große Rolle gespielt. Malaysia beobachte die Entwicklungen in den USA sehr genau und bereite sich auf weitere weltwirtschaftliche Erschütterungen vor.
Schiller-Institut in der Slowakei
Eine Delegation der EIR-Nachrichtenagentur und des Schiller-Instituts besuchte vom 19. bis 21. März 2001 Bratislava. Im Zentrum der zahlreichen Gespräche standen die Krise des Finanzsystems, die sich gerade Ende März dramatisch zuspitzte, sowie der in der Slowakei recht bekannte Vorschlag für ein "Neues Bretton Woods". Höhepunkt des Besuchs war ein halbtägiges Seminar im Parlament. Wie überall in Europa stand natürlich auch in Bratislava als große Frage im Raum: "Was will die neue amerikanische Regierung?" Irritiert müssen z.B. Politiker christlicher Überzeugung in der Slowakei zur Kenntnis nehmen, daß die neue Bush-Regierung einerseits wortreich das Leben Ungeborener verteidigt, aber andererseits exzessiv die Todesstrafe praktiziert, und zwar auch an geistig Behinderten und Minderjährigen; oder daß Washington jetzt zwar von einer "Renaissance der Kernenergie" redet, bei der Lösung der Energiekrise in Kalifornien aber versagt, weil Bush die mächtigen Ölinteressen nicht verprellen will.
Wohl in erster Linie wegen der akuten Verschärfung der globalen Finanzkrise gab es ein großes Interesse an der abschließenden Pressekonferenz der Delegation. Ausführlich stellten die Agentur SITA (21.3.) und die Wochenzeitung Zmena (27.3.) die auf der Pressekonferenz am 21. März beschriebene US-Wirtschaftslage dar und wiesen vor allem auf den entscheidenden Punkt hin: Ein Kollaps der US-Ökonomie wird die ganze Weltwirtschaft unmittelbar beeinflussen, insbesondere auch die Wirtschaft Europas, die zu einem großen Teil mit ihren Exporten von einer wachsenden US-Ökonomie abhängt. Was passiert, wenn Amerika seine Rolle als "Importeur der letzten Instanz" nicht mehr spielen kann? SITA antwortet: "Dann müssen sich die europäischen Investoren nach neuen Märkten umsehen, und der einzige Platz, wo es die gibt, ist Eurasien. Deutschland und Italien haben bereits ihre Investitionen in Eurasien verstärkt, und kurzfristig ist das auch eine gute Lösung; doch langfristig ist es notwendig, ein neues Finanzsystem zu errichten."?
Schiller-Institut beim Indischen Planungsausschuß
Zwei Vertreter des Schiller-Institut sprachen am 21. März 2001 in Neu-Delhi auf einem Seminar des Indischen Planungsausschusses zum Thema "Die Verlangsamung der amerikanischen Wirtschaft und ihre Folgen". Die beiden Sprecher schilderten die dramatische Kontraktion der US-Wirtschaft in den letzten Monaten, die den Experten Indiens einiges Kopfzerbrechen bereitet, weil sie schlimmstenfalls mit einer "weichen Landung" in den USA gerechnet hatten. Zu den Seminarteilnehmern gehörten Mitglieder der Planungskommission, Mitarbeiter des Stabes der Kommission sowie Ökonomen verschiedener Denkfabriken.
Auf großes Interesse stießen die Ausführungen über realwirtschaftliche Kapitalbildung und Infrastrukturinvestitionen als Alternative zu Investitionen auf den Finanzmärkten, Wachstum des Dienstleistungssektors und Vertrauen auf größtenteils fiktive Produktivitätszuwächse im TMT-Bereich -- letzterer Punkt hat angesichts des umfangreichen indischen Softwaresektors besondere Bedeutung. Die eigentliche Herausforderung für Indien liegt darin, über eine Umgestaltung der Binnenwirtschaftspolitik sowie nationale und regionale Selbstverteidigungsmaßnahmen in der Währungs- und Finanzpolitik hinauszugehen und eine aktive Rolle beim Wiederaufbau des globalen Finanz- und Wirtschaftssystems zu übernehmen.
Wirtschaftsprogramm im Prager Parlament vorgestellt
Auf Einladung des Astrophysikers und Parlamentsabgeordneten Dr. Stanislaw Fischer gaben Mitarbeiter Lyndon LaRouches am 23. April 2001 ein vierstündiges Seminar im tschechischen Parlamentsgebäude in Prag. Die Vertreter des Schiller-Instituts, der Nachrichtenagentur EIRNA und der Wissenschaftsorganisation Fusionsenergie-Forum erläuterten LaRouches Konzept eines Neuen Bretton Woods, seinen "Drei-Punkte-Aktionsplan" sowie sein Konzept der physischen Wirtschaft.
Der Europa-Besuch von Amelia Boynton-Robinson
Die große alte Dame der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und Vorstandsmitglied des amerikanischen Schiller-Instituts, Amelia Boynton-Robinson, hat im April/Mai 2001 mit ihren fast 90 Jahren eine sechswöchige Vortragsreise durch Europa absolviert, die ihresgleichen sucht. Überall, wo sie sprach, öffneten sich ihr die Herzen -- vor allem der Jugend. Sie wurde mit Ehrungen geradezu überhäuft, jeder wollte mit ihr zumindest ein kurzes persönliches Wort wechseln. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Stationen ihrer Reise.
Schiller-Institut in Polen:
Lyndon LaRouche hat Polen vom 22. bis 25. Mai 2001 besucht und sich auf mehreren Veranstaltungen als Freund und Berater, als großer Staatsmann und weiser Philosoph präsentiert. Sein Rat: "Polen braucht Partner für seine Entwicklung, die es nicht immer um Erlaubnis fragen muß"
Der Zeitpunkt des Besuchs in der polnischen Hauptstadt Warschau war günstig gewählt, denn wenige Tage zuvor hatte Bill Clinton eine Rede zur Globalisierung in Warschau gehalten, und am 10. Juni wird der amerikanische Präsident Bush Polen besuchen. Gegenüber beiden, dem ehemaligen und dem jetzigen US-Präsidenten, ist LaRouche ein wohltuender und überraschender Kontrast: Er zeigt einem Land wie Polen eine realistische Perspektive auf, wie das Selbstinteresse und die Souveränität des Landes im Rahmen internationaler Kooperation wiederhergestellt werden können -- und jeder spürt sofort, daß hier der eigentliche "Präsident" Amerikas spricht; LaRouche, so hofft man, müsse jetzt seine jahrelangen Bemühungen umsetzen können, daß Amerika nicht weiterhin den angeblichen Freunden mit fester Umarmung die Kehle zudrückt, sondern die Freiheit gibt, selbst über die Zukunft des Landes zu entscheiden.
Aber die Polen interessiert in diesen Tagen nicht nur das Verhältnis zu Amerika. Die große Mission des polnischen Papstes, das Allgemeinwohl im Rahmen der Ökumene einzufordern und den Ausweg aus der ökonomischen und kulturellen Verwüstung einer globalisierten Welt in der platonischen und paulinischen Tradition Europas festzumachen, wird gerade in Polen heiß diskutiert und gibt dem Land enormen moralischen Auftrieb. LaRouche hat in Polen nicht nur diese große Mission Johannes Paul II. in bewegenden Worten gewürdigt, sondern seine eigenen Bemühungen zum Bau Eurasiens in enger Anlehnung an die ökumenische Mission des Papstes dargestellt. Und ein dritter Punkt charakterisierte das politisch-strategische Klima, in dem LaRouches Polen-Besuch stattfand: die Suche nach einem neuen Verhältnis zu Rußland.
Polen steht mit einer inoffiziellen, aber realen Arbeitslosenrate von fast 30% am Rande einer sozialen Explosion, die Axiome des Neoliberalismus und Monetarismus sind schwer angeschlagen, und die EU droht und fordert und erpreßt, aber die Segnungen eines EU-Beitritts scheinen nicht nur immer weiter entfernt, sondern man zweifelt in Polen auch immer mehr daran, daß sich das imaginäre Brüsseler Füllhorn jemals öffnen wird. So ist es nur natürlich, daß man nach anderen Optionen internationaler Zusammenarbeit sucht, und Rußland steht bei dieser Suche ganz oben auf der Liste. Die durchgehende "Botschaft" der verschiedensten Gesprächspartner im Vorfeld und während des LaRouche-Besuchs lautete: "Das polnische Volk hat keine Angst vor dem russischen Bären!" Man war demgemäß vor allem auch an LaRouches Einschätzung der russischen Lage und seiner eigenen Rolle als amerikanischer Politiker, der in Rußland hohes Ansehen genießt, interessiert.
LaRouche im polnischen Parlament
Am 23. Mai war LaRouche von der Fraktion der Bauernpartei PSL eingeladen worden, in einem Sitzungssaal des Sejm zu referieren. Es waren ca. 15 Abgeordnete der PSL (die vor einigen Jahren noch den Ministerpräsidenten stellte) sowie anderer Fraktionen aus dem Lager der ehemaligen AWS (Aktionswahlbündnis Solidarität) gekommen, um LaRouche zu hören. LaRouche erläuterte die Notwendigkeit und den Mechanismus eines Konkursverfahrens für das bankrotte Weltfinanzsystem und dessen Umsetzung auf nationaler Ebene. Die Probleme Polens heute zu lösen, werde nur möglich sein, wenn dem Land erlaubt werde, im eigenen Selbstinteresse zu handeln, so LaRouche. Er werde alles tun, um die Kräftekonstellation innerhalb der USA dahingehend zu verändern (siehe Auszüge aus LaRouches Rede auf Seite 15).
Die Abgeordneten waren sichtlich beeindruckt. Dies war wohl der erste amerikanische Politiker, der sie ernst nahm, und der zudem noch durch seine ungeheuren historischen und strategischen Kenntnisse verblüffte. Zunächst wurden Fragen nach dem Balkankrieg und der Lage im Nahen Osten gestellt. LaRouche wies unmißverständlich darauf hin, daß diese Konflikte -- genauso wie der Golfkrieg 1991 -- die Folge geopolitischer "Schachspiele" der Anglo-Amerikaner zur Durchsetzung einer unilateralen Weltordnung seien; als Theoretiker dieser geostrategischen Konflikte spielten Samuel Huntington und Zbigniew Brzezinski eine besonders üble Rolle. Dies mußte in dieser Deutlichkeit noch einmal gesagt werden, da Brzezinski sich leider in Polen immer noch großer Beliebtheit erfreut.
Die weiteren Fragen drehten sich vor allem um den EU-Beitritt Polens. Eine Abgeordnete wurde in ihrem Redebeitrag sehr deutlich: "Polen hat keine Souveränität in monetären Fragen; alles muß mit dem IWF abgestimmt werden. Die Zerstörung unseres Gesundheitswesens bedeutet in Zusammenhang mit der Zerschlagung von Landwirtschaft und Industrie Völkermord! Es ist höchste Zeit, alle Verträge der letzten 10 Jahre neu zu verhandeln, aber Europa scheint überhaupt kein Interesse an Polen zu haben. Die EU verhandelt über unsere Köpfe hinweg mit Rußland, es kommt uns vor wie eine Neuauflage der Ribbentrop-Molotow Verträge..."
LaRouche gab den polnischen Abgeordneten einen sehr klugen Rat; er warnte vor einer übereilten Mitgliedschaft in der EU, denn schließlich sei die heutige EU geprägt von der Politik Thatchers und Mitterrands Anfang der 90er Jahre, als beide Deutschland durch die wirtschaftliche Zwangsjacke des Maastricht-Vertrages eindämmen wollten. Die heutige EU plündere die wirtschaftlichen Ressourcen Europas, statt sie zu entwickeln. Was wäre der Ausweg für ein Land wie Polen, aber auch die anderen mittel-osteuropäischen Länder wie Ungarn, Slowakei und Tschechien? "Alle diese Länder sind eingekeilt zwischen den wirtschaftlichen Zwangsmechanismen der EU und der Angst vor Rußland. Die Lösung dieser Lage liegt in dem baldigen Kollaps des globalen Wirtschafts- und Finanzsystems. Westeuropa ist bankrott. Deutschland ist bankrott. Deutschland kann nur als Exportnation für Hochtechnologie überleben; seine Märkte liegen in Asien, und zur Entwicklung dieser Märkte braucht Deutschland die Kooperation mit Rußland. Dies wird auch in Italien verstanden, das ebenfalls die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Rußland sucht. Italien als katholisches Land ist der natürliche intellektuelle Partner Polens. Eine solche Partnerschaft kann helfen, Deutschland den richtigen Platz in Europa anzuweisen und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Rußland auszubauen. Polen braucht diese Form internationaler Kooperation in Eurasien, um seine eigenen Souveränität zurückzuerlangen."
Dies waren für die Abgeordneten des polnischen Sejm ganz neue Gedanken -- und in der Tat hat LaRouche hier ein kleines Meisterstück in diplomatischer Strategie und Taktik vorgelegt. Die Parlamentarier waren sichtlich angeregt und bedankten sich sehr herzlich bei LaRouche für die unerwartete und heilsame "Dosis von Optimismus".
LaRouche vor polnischen Wissenschaftlern
In der guten Tradition von 1988-89 wurde am 24. Mai vormittags ein "runder Tisch" mit Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen in der Technischen Universität Warschau organisiert, zu dem LaRouche eingeladen war, um über das Thema "Erziehung und wissenschaftliche Renaissance im 21. Jahrhundert" zu sprechen. Es waren etwa 20 Wissenschaftler erschienen: Ökonomen, Physiker, Mathematiker, Ingenieurswissenschaftler, ein Nuklearphysiker, Historiker und eine Musikologin, die als Chopin-Expertin bekannt ist. Eröffnet wurde der "runde Tisch" von Prof. Jerzy Oledzki, dem ehemaligen Vizeminister für Erziehung unter der Regierung Suchocka 1992-1993. Er betonte, daß LaRouche zwar das erste Mal in diesem Kreis persönlich anwesend sei, aber er sei natürlich schon längst kein Unbekannter mehr, denn schließlich würde man seit Jahren seine Artikel lesen und auch seine Kampagnen über das Internet verfolgen.
LaRouche hielt ein kurzes, aber äußerst kondensiertes Einführungsreferat. Es war eine geniale Demonstration wahrer Staatskunst, die sich schließlich immer auf Wissenschaft, Philosophie und klassische Kunst gründen muß. Am Beispiel der physikalischen Entdeckungen von Leibniz über Fermat bis zu Gauß und Riemann verdeutlichte LaRouche den Unterschied zwischen einem Roboter und einem Menschen: "Bei der Entdeckung der Relativität der Zeit versagt die formale Logik, und die menschliche kognitive Fähigkeit kommt ins Spiel. Formale Logik kann auch von einer Maschine reproduziert werden, aber ein Roboter kann niemals ein neues physikalisches Prinzip entdecken."
Den Unterschied zwischen nichtlebenden und lebenden Formen der Materie sowie schließlich der kognitiven Form von Leben als wirksamstem physikalischen Prinzip im Universum habe der russisch-ukrainische Wissenschaftler Wladimir Wernadskij in seiner Differenzierung der Biosphäre von der Noosphäre in wunderbarer Weise ausgearbeitet. Er habe sich als wahrhaft platonischer Denker gezeigt. "Platonisches Denken bedeutet, die Realität hinter den Schatten unserer sinnlichen Wahrnehmung zu entdecken. Das ist Wissenschaft; Wissenschaft bedeutet nicht, Punkte zu verbinden oder statistische Zahlenspiele zu betreiben, sondern Wissenschaft bedeutet die Entdeckung neuer physikalischer Prinzipien durch Auflösung fundamentaler Paradoxa in unserem Geist", betonte LaRouche.
In der sehr lebhaften Diskussion ging es vor allem um zweierlei: den Unterschied zwischen Empirismus und kreativer wissenschaftlicher Arbeit genauer zu bestimmen, sowie immer wieder um die Frage der Umsetzung in der Erziehungspolitik.
LaRouche nahm dies zum Anlaß, um noch deutlicher die empirisch-statistischen Methoden von Paolo Sarpi bis zu Russell und John von Neumann zu attackieren: "Statistik ist keine Wissenschaft, sondern hinter wissenschaftlichen Prinzipien verbergen sich immer Absichten... Die Absicht oder Zielrichtung des Menschen wird ihm von Gott diktiert: Das ist die Bedeutung des Naturrechts. Wenn dies geleugnet wird, dann entsteht in einer Gesellschaft Kulturpessimismus."
Das war ein wichtiges Stichwort. Natürlich ist Polen wie alle Länder Europas von diesem Kulturpessimismus befallen, aber es kämpft dagegen -- immerhin befand sich Polen in den letzten Jahrhunderten fast immer im Widerstandskampf.
So lautete auch die letzte Frage an LaRouche auf dem Wissenschaftler-Seminar, was er als die Mission Polens sehe. LaRouche verband seine Ausführungen über das Naturrecht erneut mit der Person Wernadskijs und sagte: "Nehmen Sie sich ein Beispiel an dem großen Wernadskij: Er war in ständigem Konflikt mit der offiziellen sowjetischen Staatsideologie, aber er stellte seine wissenschaftliche Arbeit in den Dienst der Nation und der ganzen Menschheit. Genauso wie Johannes Paul II. seine große ökumenische Mission dem Naturrecht und dem Allgemeinwohl der Menschheit widmet." Die Entwicklung Eurasiens sei der konkrete Ausdruck dieser spirituellen Mission, in der die geistige Tradition Polens nicht fehlen dürfe, so faßte LaRouche seine Antwort zusammen. In diesem Moment schienen die zufriedenen Gesichter der Anwesenden auszudrücken: LaRouche trifft die Herzen genauso wie der Papst. Prosaischer -- und stellvertretend für alle -- sagte ein Historiker anschließend: "Dies war ein Wendepunkt für mein Denken!"
Ein guter polnischer Brauch
Am Nachmittag desselben Tages hatte das polnische Schiller-Institut eine öffentliche Veranstaltung mit LaRouche organisiert -- ebenfalls im traditionsreichen Polytechnikum von Warschau. Trotz sehr kurzer Vorbereitungszeit erschienen 160 Teilnehmer aus den verschiedensten Institutionen, um LaRouche zu hören. U.a. kamen Vertreter aus vier Ministerien und acht Botschaften, Repräsentanten von zehn Parteien, darunter der Partei der Polnischen Ingenieure, die bereits das Konzept der Eurasischen Landbrücke in ihr Programm aufgenommen hat, weiterhin vier katholische Zeitungen, Vertreter der polnischen Industrielobby, der Institute der Chemischen, Elektrotechnischen und Luftfahrtindustrie, des Polnischen Asien-Pazifik-Rates, des Polnischen Katholischen Sozialverbandes PZKS und eine Vielzahl von Professoren und Dozenten der verschiendensten Warschauer Hochschulen, der Universität, Akademie der Wissenschaften und des Polytechnikums. Auch eine Delegation der studentischen Selbstverwaltung war anwesend.
Der zweite Vorsitzende des Schiller-Instituts in Polen, Prof. Janusz Czyz, stellte LaRouche als Ökonomen in die Tradition von Maurice Allais, de Gaulle, Enrico Mattei und Eugeniusz Kwiatkowski vor, der vor allem für die aktuelle Situation eine konstruktive Alternative zur herrschenden neoliberalen Wirtschaftspolitik ausgearbeitet habe. Dann verlas der Präsident des Polnischen Katholischen Sozialverbands (PZKS), Wieslaw Gwizdz, eine Grußbotschaft von Bischof Antoni Dydycz aus dem ostpolnischen Drohiczyn. In dieser Botschaft würdigte der Bischof vor allem die Verdienste LaRouches und des Schiller-Instituts, die Würde Polens wiederherzustellen, so daß es nicht mehr länger nur Objekt der Globalisierung, sondern handelndes Subjekt der Staatengemeinschaft sein könne.
LaRouche selbst setzte von Anfang an einen sehr optimistischen Ton: "Wir leben in einer Zeit großer Chancen: der Bankrott des gegenwärtigen globalen Finanzsystems gibt uns die einmalige Gelegenheit, eine bessere Welt aufzubauen". Die Grundlage dafür fände sich in der europäischen Zivilisation, in der sich das Prinzip der christlichen Liebe und des Naturrechts vom hellenistischen Geist über die Mission des Paulus und die Renaissance bis zum großen ökumenischen Werk Papst Johannes Paul II. verbreitet habe.
Erneut stand die Frage im Raum, was politisch weniger einflußreiche Länder wie Polen dazu beitragen könnten. LaRouche unterstrich, daß z.Z. nur drei Nationen bzw. Institutionen auf der Welt global denken: die USA, die britische Monarchie und Rußland. "Aber auch die Polen -- zumindest diejenigen hier im Raum -- denken global: Sie wären sehr froh, wenn sie nicht mehr Brüssel oder Washington um Erlaubnis fragen müßten, wenn sie etwas für das eigene Land tun wollen!"
Nach seiner Rede erhielt LaRouche langanhaltenden stehenden Applaus. Es war eine herausragende Veranstaltung, und George Bush wird es sicher nicht leicht haben, auf die bohrenden Fragen der Polen zu antworten, wenn er am 10. Juni nach Warschau kommt.
4. bis 6. Mai Internationale Konferenz. "Der ökumenische Kampf um das Gemeinwohl" ist Thema der internationalen Konferenz des Schiller-Instituts in Bad Schwalbach, zu der sich mehrere hundert Mitglieder und Gäste aus dem In- und Ausland versammelten. Ein ausführlicher Konferenzbericht ist im Internet abrufbar. Sämtliche Redebeiträge liegen als Buchveröffentlichung vor.
15. Mai Moskau. Seminar zur Weltfinanzkrise im Diplomatensaal des Kreml. Etwa 150 Gäste aus Regierung, Wirtschaft, Finanzwelt und Medien nehmen an der privat organisierten Veranstaltung teil. Ein Repräsentant des Schiller-Instituts analysiert die finanzielle und strategische Lage und stellt das Wirtschaftsprogramm des Instituts zur Diskussion.
22. bis 25. Mai Warschau. Auf Einladung der Bauernpartei PSL spricht LaRouche bei einem Seminar im Sejm. In der Technischen Universität diskutieren Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen mit LaRouche über das Thema "Erziehung und wissenschaftliche Renaissance im 21. Jahrhundert". Zu einer Veranstaltung des polnischen Schiller-Institut im traditionellen Polytechnikum kommen 160 Interessierte.
5./6. Juni Moskau. 100 Interessenten nehmen an einer Konferenz in der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau zum Thema "Die Reform der strategischen Wirtschaftsbereiche und Rußlands nationale Sicherheit" teil. Repräsentanten des Schiller-Instituts sind als Redner dazu eingeladen.
7./8. Juni Serbien. Das Institut für Wirtschaftswissenschaften lädt eine deutsch-französische Delegation des Schiller-Instituts nach Belgrad und Novi Sad zu Seminaren mit dem Thema "Das Weltfinanzsystem im Prozeß der Globalisierung - Gibt es nur eine Lösung?" ein.
23./24. Juni Musik. Beim 41. Symposium der Lohmann-Stiftung in Wiesbaden, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Werk des Sängers und Gesangspädagogen Paul Lohmann (1894-1981) fortzuführen, referiert Anno Hellenbroich für das Schiller-Institut zum Thema "Erziehen zum aktiven Hören".
28. Juni Moskau. Auf Einladung von Dr. Sergej Glasjew, dem Vorsitzenden des Duma-Ausschusses für Wirtschaft, besuchen Helga und Lyndon LaRouche erneut Moskau. Gemeinsame Pressekonferenz im "Zentralen Haus des Journalismus", 17 Zeitungen und Magazine, 4 Fernseh- und 2 Radiosender sind vertreten, die Pressekonferenz wird live über das Internet verbreitet. Artikel erscheinen u.a. in Iswestija, der englischsprachigen Moscow News, dem Federal News Service der US-Regierung in Washington. Am Abend des 28. Juni spricht LaRouche vor 150 Interessierten im Physikalischen Institut der Akademie der Wissenschaften über das Werk des russsischen Wissenschaftlers Wladimir Wernadskij.
29. Juni Moskau. Bei der Anhörung vor dem Wirtschaftsausschuß der Duma erläutert LaRouche vor 150 Abgeordneten und Regierungsberatern seine Politik zur Reorganisation des Weltfinanzsystems und zur globalen Wirtschaftserholung im Rahmen einer eurasischen Kooperation (Auszüge aus der Rede sh. S....).
6. Juli. In der einflussreichen russischen Wochenzeitung Zawtra erscheint ein langes Interview mit LaRouche und ein Artikel über dessen Physikalische Ökonomie.
18./19. Juli Kinderchorfestival. In Hamburg findet das Internationale Kinderchorfestival "Children of the World in Harmony" statt. Chöre aus sechs Ländern nehmen teil, darunter der erst Ende 2000 gegründete mexikanische Chor "Ninos Cantores de Mexico", dessen Mitglieder aus Chören aus sieben mexikanischen Bundesstaaten kommen, darunter sind zwei Kinderchöre des dortigen Schiller-Instituts.
3. bis 5. Juli Italien. LaRouche ist vielbeachteter Gastredner bei der italienisch-russischen Handelskammer und der Vereinigung zur Förderung von Studien über Banken und Aktienmärkte in Mailand und der Industrie- und Handelskammer Vicenza.
Juli China. Repräsentanten des Schiller-Instituts aus Deutschland halten sich zehn Tage in Peking auf. Sie führen Gespräche mit Politikern und Ökonomen und nehmen als Redner an Seminaren teil, u.a. bei der Chinesischen Vereinigung für internationale Wirtschaftsbeziehungen.
18./19. August "Sommerakademie". 250 Mitglieder und Gäste nehmen an dem jetzt schon traditionellen und beliebten Diskussions- und Studienwochenende teil, um "neue Ideen zu tanken".
29. August Cusanus-Programm. Die Tell-Gruppe im Schiller-Institut, ein Poesie- und Theaterkreis aus Hannover, präsentiert ein Cusanus-Programm zum 600. Geburtstag des Philosophen Nikolaus von Kues, u.a. findet auch eine Veranstaltung am 29. August in dessen Geburtshaus in Bernkastel Kues statt.
22. August. Der Direktor des Jugoslawischen Instituts für Internationale Politik und Wirtschaft, Prof. Blagoje Babic, stellt LaRouches Wirtschaftspolitik in der serbischen Tageszeitung Glas Javnosti vor. Im Wirtschaftsmagazin Ekonomska Politika rezensiert er LaRouches Wirtschaftslehrbuch.
31. August. Der Wirtschaftsredakteur des kroatischen Magazins Hrvatsko Slovo stellt in seinem Artikel "Reale Produktion unter der Last der Finanzblase" schwerpunktmäßig LaRouches Politik der Kreditschöpfung und dessen Vorschläge für die Produktivitätssteigerung in der realen Wirtschaft dar.
1./2. September Halbjahreskonferenz des amerikanischen Schiller-Instituts. 800 Teilnehmer diskutieren über Maßnahmen, wie das alte IWF-Finanzsystem durch ein neues Bretton-Woods-System ersetzt werden kann.
15. September "Dichterpflänzchen". "Weltpoesie allein ist Weltversöhnung", unter diesem Titel präsentieren die "Dichterpflänzchen" im Wiesbadener "Haus der Heimat" ein Porträt des Dichters Friedrich Rückert (1788-1866), der die Idee verfolgte, daß "Poesie die Muttersprache" der Menschheit ist.
Oktober Ägypten. Das Buch "Die neue Seidenstraße" über LaRouches Entwicklungskonzept für Eurasien erscheint. Herausgeber ist das Zentrum für asiatische Studien an der Universität Kairo.
Oktober. In der arabischen Welt finden die Analysen und strategischen Einschätzungen des Schiller-Instituts zu den Angriffen am 11. September in den USA und die wirtschaftspolitischen Vorschläge für ein Neues Bretton Woods und die Eurasische Landbrücke weite Verbreitung. Die Internetseite Middle-East-Online.com, das jordanische Magazin Al Destour, die internationale Zeitung Al-Quds Al-Arabi, ägyptischen Regierungsmedien, der ägyptische Sender Nile TV berichten ausführlich. Der ägyptische Parlamentarier Dr. Mohammed Jamal Hishmat zitiert LaRouche in dem in Qatar ansässigen Satellitensender Al-Jazeera. Am 13. Oktober veröffentlicht die Zeitung Al-Ahram Al-Arabi einen Artikel des arabischen Militärstrategen Brigadegeneral Hosam Swelem unter der Überschrift "Die Araber und die amerikanischen Kriegspläne", in denen Swelem sich ausgiebig auf LaRouches Analyse des 11. September bezieht.
Oktober "Dialog der Kulturen". In einem international verbreiteten Aufruf lädt Helga Zepp-LaRouche zu einer internationalen Korrespondenz über einen Dialog der Kulturen im Sinne des Nikolaus von Kues ein. Dieser Dialog soll als Vorbereitung einer großen Konferenz zu diesem Thema dienen (Im Wortlaut sh. S. ....).
16. Oktober Italien. Das "Istituto Italiano per l'Asia" in Rom, das sich für eine Ausweitung der wirtschaftichen Zusammenarbeit und des kulturellen Dialogs zwischen Italien und den Ländern Asiens und des Nahen Ostens einsetzt, lädt Lyndon und Helga LaRouche zu einem Seminar. Die Begrüßungsworte spricht der ehemalige Minister und Präsident des Instituts Senator Giulio Orlando.
November Schillerfeiern. Anläßlich des 242. Geburtstags von Friedrich Schiller finden Schillerfeiern in Berlin, Hamburg und Hannover statt. "Das Ideal und das Leben" lautet das Thema der beiden Schiller-Feste in Mainz und in Wiesbaden, an denen 250 Gäste teilnehmen. (Der Text dieser Veranstaltungen ist auf der Internetseite des Schiller-Instituts zu finden.) Das dänische Schiller-Institut in Kopenhagen feiert den Dichter mit einem Kulturabend, verbunden mit dem Gedenken an den Komponisten Guiseppe Verdi.
12. November Warschau. Das polnische Schiller-Institut lädt zu einer Veranstaltung über die Hintergründe der Anschläge des 11. September ein.
22. November Budapest. Das ungarische Schiller-Institut veranstaltet ein Seminar über die strategische Lage nach dem 11. September.
27./28. November Moskau. Das russische Schiller-Institut und das Staatliche Geologische Museum Wernadskij, das der Russischen Akademie der Wissenschaften angeschlossen ist, veranstalten eine gemeinsame wissenschaftliche Konferenz mit dem Titel "Die Verwirklichung des Konzepts der Noosphäre im 21. Jahrhundert: Rußlands Mission in der heutigen Welt". Inhaltlicher Mittelpunkt: LaRouches Konzepte der physischen Ökonomie. Dr. Sergej Glasjew, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der russischen Staatsduma, hält den Hauptvortrag.
27. November bis 5. Dezember Indien. Lyndon und Helga LaRouche sprechen mit Politikern, Wirtschaftsplanern und Intellektuellen. Sie sind Redner bei Seminaren und Konferenzen, so im Institut für Internationale Studien der J. Nehru Universität in Neu Delhi und werden vom indischen Staatspräsidenten Narayanan empfangen.
Dezember Berlin. Die Berliner Elektro-Innung lädt die Vorsitzende des Schiller-Instituts als Referentin zu ihrer Mitgliederversammlung ein. Thema ihres vielbeachteten Referats: "Das Modell der Dienstleistungsgesellschaft beruht auf einem Denkfehler - Berlin muß wieder Industriemetropole werden!"
11. Dezember Warschau. Seminare zum Thema "Dialog der Kulturen statt Krieg der Zivilisationen" finden in der Technischen Universität und der Bildungsstätte der Bauernpartei PSL statt. Das Buch "Die ungewöhnlichen Leistungen der Liberalen - bei der Zerstörung des Landes" wird in Polen veröffentlicht. Darin wird der Wirtschaftsliberalismus abgelehnt und positive Wirtschaftsphilosophien vorgestellt. Ein Kapitel ist der "LaRouche-Schule der physischen Ökonomie" gewidmet.
14./15. Dezember Moskau. Vor 100 Wissenschaftlern sprechen Lyndon und Helga LaRouche bei einer Konferenz zu Ehren des vor einem Jahr verstorbenen russischen Wissenschaftlers Pobisk Georgiewitsch Kusnezow. LaRouche tritt als Redner über "Die Weltfinanz- und Wirtschaftskrise" auch bei einem Seminar am Zentralen Mathematischen Wirtschaftsinstitut der russischen Akademie der Wissenschaften auf. Das Seminar findet unter dem Vorsitz des Akademiemitglieds Dmitri S. Lwow statt. Neben einem Gespräch mit dem Moskauer Bürgermeister Jurij Luschkow finden zahlreiche weitere Gespräche mit russischen Politikern statt.
Dezember Warschau. Gespräche und Vorträge von Repräsentanten des deutschen Schiller-Instituts.