Das amerikanische Schiller-Institut. Das
Schiller-Institut wurde 1984 gleichzeitig in den USA und in der
Bundesrepublik Deutschland gegr&uunl;ndet. In den letzten Jahren
haben sich die Aktivitäten auf alle Kontinente ausgeweitet. In
den USA besteht jedoch nach wie vor ein Schwerpunkt der
Aktivitä:ten. Wenn Sie sich besonders für die Arbeit des
amerikanischen Schiller-Instituts interessieren, können Sie
die hier abgebildete Broschüre und weiteres Informationsmaterial
bestellen, das sich mit der Arbeit in den USA befaßt.
Am 9. Dezember 1996 hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten einen Schriftsatz des Schiller-Instituts akzeptiert, in dem das Institut als amicus curiae (Freund des Gerichts) zu der vor dem Gericht zu behandelnden grundlegenden Frage der Recht- oder Unrechtmäßigkeit der Beihilfe zum Selbstmord Stellung bezieht und eindringlich warnt, Beihilfe zum Selbstmord oder Euthanasie auch nicht in ihren Anfä:ngen zu erlauben.
Das Schiller-Institut zitiert darin den Arzt Dr. Leo Alexander, der die Vereinigten Staaten als Sachverständiger für die Prozesse gegen die Nazi-Ärzte in Nürnberg vertreten und in einem Aufsatz 1949 über seine Erfahrungen berichtet hatte. Besonders erschütternd ist seine Schilderung, wie schleichend die Euthanasie in Deutschland damals begann. Alexander schrieb: "Welche Ausmaße diese Verbrechen schließlich auch annahmen, es wurde allen, die diese Verbrechen untersuchten, deutlich, daß es mit sehr kleinen Änderungen begann. Den Anfang bildete oft eine subtile Veränderung in der Betonung des Vorgehens der Ärzte. Es begann damit, daß: die grundlegende Annahme der Euthanasie-Bewegung akzeptiert wurde, daß es so etwas wie lebensunwertes Leben gäbe. Dabei ging es anfänglich nur um die sehr schwer und chronisch Kranken. Schrittweise wurde dann der Kreis derer vergrößert, die unter diese Kategorie fielen, so daß schließlich auch die sozial Unproduktiven, die ideologisch Unerwünschten, die rassisch Unerwünschten und schließlich alle Nicht-Deutschen einbezogen wurden. Aber es ist sehr wichtig, den unendlich kleinen Hebel zu erkennen, mit dem das Denken verändert wurde, nämlich die Herangehensweise an unheilbar Kranke."
Den Wortlaut dieses Schriftsatzes können Sie (in der englischen Originalsprache) bestellen bei: