Der so oft gepriesene Neoliberalismus ist ein gefährlicher, manchmal tödlicher Virus, der die Grundlagen unserer Wirtschaft von der Infrastruktur und dem Bildungswesen bis hin zu Wissenschaft und Produktion zu zerstören droht.
Als Teil der Privatisierungsorgie im Infrastrukturbereich von Verkehrsbetrieben bis zur Wasser- und Energieversorgung werden Sicherheitsvorschriften entweder aufgehoben oder im Rennen um Wettbewerbsvorteile einfach ignoriert. Kürzungen bei öffentlichen Infrastrukturinvestitionen sowie bei den Gesundheits- und Bildungsausgaben, wie sie von den Befürwortern des Neoliberalismus immer wieder gefordert werden, erhöhen den Schaden weiter.
In der Industrie werden Fachkräfte zunehmend durch "Informationsmanager" ersetzt, die neue Produkte nicht mehr in realen Versuchsreihen erproben, sondern den Forschungs- und Entwicklungsprozeß der "virtuellen Realität" digitalisierter Computersimulationen überlassen. Menschliche Erkenntnisfähigkeit, die eigentliche Quelle für Gewinne in jeder erfolgreichen Volkswirtschaft, wird so aus Kostengründen "wegrationalisiert". Unerwartete Ergebnisse in Experimenten, die den bestehenden Wissensrahmen sprengen und damit zum Ausgangspunkt für weitere technische und wissenschaftliche Neuerungen werden könnten, sind nicht länger erwünscht -- und kommen auch gar nicht mehr vor, wenn keine wirklichen Versuche mehr stattfinden.
Nachdem viele Länder in der Dritten Welt und in Osteuropa durch "Schocktherapie" und deregulierte Finanzmärkte zugrunde gerichtet wurden, bedroht die Seuche des Neoliberalismus, wenn sie nicht energisch bekämpft wird, nun die gesamte industrialisierte Welt.
Die noch etwas gebremste neoliberale Politik der Regierung Kohl wird nun von der rot-grünen Koalition unter dem Etikett des Blairschen "Dritten Weges" geradezu fanatisch fortgesetzt.
In der vorliegenden Studie werfen wir einige Schlaglichter auf die jüngsten Auswüchse des Neoliberalismus.
Als Alternative zu dieser Politik der "Pleiten, Pech und Pannen" legt die von der Nachrichtenagentur EIRNA und dem Schiller-Institutausgearbeitete Studie die wirtschafts- und finanzpolitischen Vorschläge des amerikanischen Ökonoms und Präsidentschaftskandidaten Lyndon LaRouche dar:
Schaffung eines neuen Bretton Woods-Systems
Der Bau der Eurasischen Landbrücke als Motor für die Weltwirtschaft
80 Seiten, Dezember 1999
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