Seit seiner Gründung hat sich das Schiller-Institut der Aufgabe der Industrialisierung Afrikas gewidmet, denn es ist eine Frage des subjektiven politischen Veränderungswillens, die Lage dort zum Guten zu wenden, alle objektiven Voraussetzungen sind vorhanden: Afrika ist reich an Rohstoffen, Wasser und Ackerland. Dies muß nur zum Wohl der Völker des afrikanischen Kontinents genutzt werden.
Noch aus der Kolonialzeit stammen die meisten Bahnstrecken und dienten nur zum Abtransport von Rohstoffen in die nächstgelegenen Häfen. Es gibt keine transkontinentalen Bahnlinien in Afrika. Diese müssen vordringlich geschaffen werden, um den innerafrikanischen Wirtschaftsaufbau zu unterstützen.
In Afrika liegen einige der fruchtbarsten natürlichen Nahrungsmittelanbaugebiete der Welt. Die landwirtschaftliche Erzeugung ist rückläufig, weil die internationalen Finanzinstitutionen die Entwicklung der landwirtschaftlichen Infrastruktur und Technologie bewußt blockieren.
Die geringen Erträge Afrikas sind Ausdruck der geringen Aufwendung pro Hektar, wozu Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Mechanisierung und insbesondere Wasser zur Bewässerung zählen. Dieses Wasser kann durch die Entwicklung der vielen ungenutzten wasserwirtschaftlichen Potentiale mithilfe von Staudämmen (Schaffung künstlicher Seen) und Kanälen verfügbar gemacht werden.