"Nichts mehr davon, ich bitt euch. Zu essen gebt ihm, zu wohnen.
Habt ihr die Blöße bedeckt, gibt sich die Würde von selbst."
Friedrich Schiller
  Afrika

Entwicklung von Nahost und Afrika
ist die einzig menschliche Lösung für die Flüchtlingskrise!

Von Helga Zepp-LaRouche

Niemand weiß genau, wie viele Menschen in den vergangenen Jahren im Mittelmeer ertrunken oder in der Sahara verdurstet sind – Zehntausende, vielleicht mehr. Die Art und Weise, wie die EU mit der Flüchtlingskrise umgeht, ist die moralische Wunde Europas, die in der ganzen Welt wahrgenommen wird. Papst Franziskus hat recht, wenn er die Internierungslager für Flüchtlinge mit Konzentrationslagern vergleicht.

Aber auch die Vorschläge der anderen an der Bundestagswahl teilnehmenden Parteien reflektieren das ganze Spektrum von fremdenfeindlichem Populismus bis zu absurden Vorschlägen wie der Schaffung von alternativen Arbeitsplätzen für die Menschenhändler. Die Vorschläge reichen von Abschottung der Außengrenzen der EU, „solidarischer“ Verteilung der Flüchtlinge innerhalb der EU, Ausstattung der libyschen Küstenwache mit „den notwendigen Geräten“, Ersatz der libyschen Internierungslager durch UN-geführte Lager bis zur legalen Einwanderung für Flüchtlinge mit guten Berufsqualifikationen, Frühwarnsystem für die Erkennung potentieller Flüchtlinge etc. Sie alle reflektieren die unausgesprochene Annahme, daß Afrika für immer im Zustand der Unterentwicklung bleiben wird.

Die BüSo und das Schiller-Institut schlagen seit langem eine völlig andere Politik vor: ein wirkliches wirtschaftliches Infrastruktur- und Aufbauprogramm für den gesamten afrikanischen Kontinent. Wir gehen von der Perspektive aus, daß Armut und Unterentwicklung in Afrika – das Resultat jahrhundertelanger Kolonialpolitik und in den vergangenen Jahrzehnten der Konditionalitäten des IWF – durch ein integriertes Infrastrukturprogramm, durch Industrialisierung und die Entwicklung einer modernen Landwirtschaft für immer überwunden werden können.

Wir haben dazu eine Studie erarbeitet mit dem Titel Die Neue Seidenstraße wird zur Weltlandbrücke. Ein zentrales Projekt aus diesem Entwicklungsprogramm für Afrika, das Transaqua-Projekt, wird jetzt in Kooperation zwischen China und Italien verwirklicht. Transaqua wird das größte Infrastrukturprogramm Afrikas sein, bei dem nicht genutztes Wasser aus den Nebenflüssen des Kongo aus 500 Meter Höhe über dem Meeresspiegel durch ein Fluß- und Kanalsystem in den Tschadsee geleitet wird. Durch dieses Projekt werden zwölf afrikanische Staaten mit einem System von Binnenwasserstraßen, Strom aus Wasserkraft und Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft ausgestattet, und der Tschadsee, der auf nur 10% seines früheren Wasserstandes ausgetrocknet ist, wird wieder aufgefüllt. Dieses Projekt wird die Lebensbedingungen von 40 Millionen Menschen qualitativ erheblich verbessern.

Wir appellieren an die europäischen Regierungen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich mittelständische und andere Firmen an Investitionen in den Ausbau von Transaqua und den anderen von uns vorgeschlagenen Infrastrukturprojekten beteiligen und damit produktive Arbeitsplätze für viele hundert Millionen Menschen in Afrika geschaffen werden. China hat mit dem Bau von Eisenbahnen, Industrieparks, Wasserkraftwerken etc. bereits dafür gesorgt, daß die Menschen in Afrika zum ersten Mal die berechtigte Hoffnung haben, daß sie Armut und Unterentwicklung überwinden können. Wenn die Neue Seidenstraße in ganz Afrika ausgebaut wird, dann kann Afrika sogar das Wirtschaftswunder Chinas in den nächsten Jahrzehnten noch übertreffen!

Die BüSo ist die Partei in Deutschland, die nicht nur Ideen hat, sondern diese Ideen werden auch umgesetzt. Der im Anschluß abgedruckte Artikel aus People‘s Daily sollte von jedem gelesen werden, der mithelfen will, die Flüchtlingskrise zu überwinden.

Wählen Sie die BüSo, wenn Sie an wirklichen Lösungen interessiert sind!